Andrea

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Sternenglanz

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Andrea

von Sternenglanz am 07.04.2011 21:52

Andrea der Schrecken der Mädchen


Wumm!
Das war kein Spiel!
Sie begriff erst jetzt. Der dumpfe Schlag in die Kniekehlen ließ sie endgültig in der Realität ankommen. Sie stolperte, kippte mit dem Oberkörper nach vorne und entging nur um ein Haar einem Sturz.
„Verräterschwein!“ – „Dreckige Sch*****!“ Die Worte quollen aus den hassverzerrten Mündern der Mädchen. Nachdem sie sich in Rage geflucht hatten, kreisten sie nun tranceartig um sie herum, so lange, bis ihre Wut und Frustration grenzenlos schien.
Staunend begriff sie, dass es gar nicht um sie ging. Es ging um das winzige Bisschen, das den Mädchen einen Sinn in ihrem Leben gab – diese kleine Gemeinschaft, die wie ein selbst gezimmertes Floß dem stürmischen Ozean des Lebens trotzte, in dem sie den willkürlichen Regeln der Anführerin folgte. Und diese Regeln hatte sie verletzt.
Sie wollte etwas sagen, sich rechtfertigen, sich verteidigen, aber bevor sie sich umdrehen konnte, donnerte ein heftiger Schlag gegen ihren Rücken. Ein Volltreffer in die Nieren. Der stechende Schmerz trieb ihr Tränen in die Augen. Sie keuchte, stolperte zwei Schritte vorwärts und stürzte. Ihre auf dem Rücken gefesselten Hände hinderten sie daran, sich abzufangen. Ungebremst fiel sie zu Boden. Ihr Kinn schlug hart auf dem rauen Schotter der Halde auf. Doch der Schmerz des Aufpralls und das Brennen der aufgerissenen Haut war nichts im Vergleich zu dem, was sie jetzt erwartete.
„Steh auf! Wir sind noch lange nicht fertig mit dir!“ Andrea genoss es, sie zu quälen, und zelebrierte ihre Grausamkeit, indem sie der Gefesselten bei jedem Wort die metallbeschlagene Spitze ihrer weißen Cowboystiefel in die Seite bohrte. Ihre Stimme klang jetzt völlig kalt und unbeteiligt. Obwohl Andreas eisgraue Augen direkt auf sie gerichtet waren, blickte das Mädchen doch durch sie hindurch. Emotionslos und unerbittehrlich.
„Bindet sie an den Gleisen fest“, befahl sie den anderen. Sofort traten zwei von ihnen vor, packten sie unter den Achseln, rissen sie hoch und schleiften sie zu dem Abstellgleis.
„Nicht da!“ Andrea deutete mit einem erschreckend maskenhaften Gesichtsausdruck in die andere Richtung. „Dort drüben.“
„Aber auf dem Gleis kann jeden Moment ein Zug kommen!“, meinte eine von ihnen und starrte die Anführerin verständnislos an.
Ein schmales, grausames Lächeln umspielte Andreas Mund, ohne ihre Augen zu erreichen. „Genau“, antwortete sie nur kalt. Nach einem kurzen Blick auf ihre Armbanduhr fügte sie hinzu: „Und der nächste kommt in genau neun Minuten.“
„Findest du nicht, das geht zu weit? Ich meine, das heißt doch, dass ...“
„Ich weiß, was das bedeutet!“ Ihre Stimme klang hart und schneidend. „Und jetzt beeilt euch!“
Die Angesprochene zuckte unter dem zornigen Blick zusammen und beeilte sich, der anderen zu helfen. Ihr Kopf dröhnte noch von dem Aufprall, während sie weitergeschleift wurde. Langsam dämmerte ihr das Ausmaß dieser Strafaktion. Die Gang wollte ihr nicht nur Angst einjagen und sie zusammenschlagen. Die Mädchen hatten Schlimmeres mit ihr vor, viel Schlimmeres!
Die Vorstellung, womöglich an die Gleise gefesselt von einem Zug zermalmt zu werden, versetzte sie in Panik. Noch einmal mobilisierte sie all ihre Kräfte und bäumte sich gegen ihre beiden Bewacherinnen auf. Tatsächlich gelang es ihr, der einen ihren Ellenbogen in die Seite zu rammen, worauf das Mädchen aufheulte und losließ. Doch die andere schien ihren Ausbruchsversuch vorhergesehen zu haben und reagierte derart brutal, dass ihr die Luft wegblieb. Mit einer heftigen Bewegung wurde sie an ihren Fesseln nach hinten gerissen, sodass sie taumelte.
„Lasst mich los!“, brüllte sie verzweifelt und versuchte ihr Gleichgewicht wiederzuerlangen. Aber ihre Peinigerin lachte nur, versetzte ihr mit dem Knie noch einen Stoß und schubste sie gleichzeitig weiter. Wie zum Hohn funkelte das von den Bremsen der Züge polierte Hauptgleis hell in der Sonne. Ein weiterer Tritt in die Kniekehlen ließ sie auf die Schienen stürzen. Auch während sie fiel, ließen die Mädchen ihre Arme nicht los und der Schmerz nahm ihr den Atem. Sie fragte sich, ob ihre Arme überhaupt noch in den Schultern verankert waren. Die beiden Mädchen waren nicht zimperlich. Rabiat zogen und zerrten sie an ihr herum, bis sie endlich ihre gefesselten Hände an die Schienen gebunden hatten und sie rücklings auf den Gleisen lag.
„Hier kommst du so schnell nicht wieder los“, zischte die eine zufrieden. Hasserfüllt spukte sie ihr ins Gesicht. „Ich hab immer gewusst, dass man dir nicht trauen darf. Du ...“
„Halt´s Maul!“, unterbrach Andrea die andere. Die weißen Spitzen ihrer Cowboystiefel waren plötzlich direkt vor ihr und sie blickte Andrea an. Für den Bruchteil einer Sekunde meinte sie in ihren Augen einen Hauch von Mitgefühl zu entdecken.
„Bind mich los“, flehte sie. „Du hattest deine Rache!“ Dich der Blick der Anführerin hatte sich längst wieder verhärtet.
„Ich mach dich kalt!“
„Das kannst du doch nicht machen!“, schrie sie. Ihre Augen weiteten sich vor Entsetzen, während ihr Magen sich zusammenzog. Ihr Herz raste und sie fühlte sich als wäre sie kurz vor dem ertrinken. „Bitte, bitte, bindet mich los!“, wimmerte sie verzweifelt. „Ich mach alles, was ihr wollt. Ich will nicht sterben! BITTE!“
Mit dem Mut der Verzweifelung versuchte sie, ihre gefesselten Hände von den Schienen loszureißen. Sie rieb, zog und wetzte an den Stricken, aber die Fesseln gruben sich nur noch tiefer in ihre ohnehin wund gescheuerten Handgelenke. Die anderen lachten und freuten sich an ihrer Wehrlosigkeit. Doch ihr Hohn war nichts im Vergleich zu ihrer Verzweifelung. Wieder und wieder zerrte sie an den Stricken, bis sie schließlich erschöpft aufgab. Ihr Oberkörper lag halb auf den Schienen, während sie ergeben wie ein Opferlamm auf ihr unvermeidliches Ende wartete.

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giddy
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Re: Andrea

von giddy am 11.04.2011 14:54

wow!!! ein großartiges thema, da will man glatt mehr erfahren und weiter lesen!!!
wirklich großartig. was wohl mit dem armen mädchen passiert?

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Sternenglanz

33, Weiblich

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Re: Andrea

von Sternenglanz am 11.04.2011 15:08

:) die geschichte willst du noch weiter lesen? eig ist die abgeschlossen *gg*

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giddy
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Re: Andrea

von giddy am 12.04.2011 16:16

JAAA! Sie muss doch gerettet werden ! die kann nicht einfach sterben!! wenn du nicht mehr weiterschreiben willst, erlaubst du es mir?
ich finde die idee echt unglaublich! ^^

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Sternenglanz

33, Weiblich

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Re: Andrea

von Sternenglanz am 12.04.2011 16:17

Mh, also ich weiß wie es weiter gehen würde... aber ich bin doch echt gespannt auf deine weiterschreib-idee

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giddy
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Re: Andrea

von giddy am 12.04.2011 16:24

lass uns doch beide versionen reinstellen. evtl. können wir die anderen dazuziehen und einen wettbewerb daraus machen. ^^
kommt bestimmt was tolles raus!!!
mit deiner erlaubnis natürlich

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Sternenglanz

33, Weiblich

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Re: Andrea

von Sternenglanz am 13.04.2011 13:46

mh, gute frage :) also ähm keine ahnung ich möchte sehr gern deine version mal lesen, wennd ie besser ist als so wie ich mri das vorstelle schrieb ich nämlich net, weil ich sowieso kaum zeit hab, kannst also ruhig weiter schreiben

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giddy
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Re: Andrea

von giddy am 26.04.2011 21:51

„ Hey! Was habt ihr Gören da vor? Bindet sie sofort los, oder ich rufe die Polizei!“
Sie schlug die Augen auf. Aus den Augenwinkeln konnte sie einen alten Mann sehen. Er lief etwas gebückt und mit einem Gehstock in der Hand auf sie zu.
Andrea stellte sich ihm in den Weg. Soweit sie das erkennen konnte, überragte die Anführerin den Mann mindestens um einen Kopf.
„ Was wollen sie schon dagegen tun, alter Mann? Bis die Polizei hier aufkreuzt wird die Verräterin schon längst tot sein und wir über alle Berge.“ Der Alte richtete sich ein wenig auf, als er direkt vor Andrea stehen blieb.
„ Du vergisst, dass ich auch noch da bin. Du denkst doch nicht wirklich, ich werde einfach stumm daneben stehen?“ Ihr Mädchen seid doch total irr! Was hat sie euch den getan?“
„ Es zählt nicht zu deinen Aufgaben, dich hier einzumischen, sie alte Schachtel. Verschwinde! Oder du kannst ihr Gesellschaft leisten!“
Sie schloss die Augen. Am liebsten würde sie dem Mann zurufen, er solle weiter laufen und sie vergessen. Andrea war nicht alleine. Die anderen Mädchen würden sich ohne zu zögern den alten Mann schnappen. Auch wenn sie bei ihr kurz gestockt haben. Doch sie hatte Angst. Sie wollte nicht sterben, wollte, dass sich einer für sie einsetzte…
Ein Schlag ertönte. Ein Schrei. Flüche und Rufe der Verwunderung wurden ausgestoßen. Sie riss die Augen auf, doch ein Tränenschleier nahm ihr die Sicht. Nur Schemenhaft sah sie die Umrisse der Anderen.
Sie blinzelte, versuchte die Tränen zurück zuhalten, die immer noch flossen.
„ Na los! Macht, dass ihr verschwindet, oder es gibt Ärger!“
Sie sah wie die Mädchen fluchtartig das Weite suchten, während Zwei eine torkelnde Andrea in ihrer Mitte hielten und etwas langsamer hinter den Anderen liefen. Dann sah sie den alten Mann wieder. Er kniete vor ihr und löste die Seile um ihren Körper. „Es wird alles wieder gut. Beruhige dich. Du bist nun in Sicherheit.“
widere liefen ihr Tränen aus den Augen. Sie wollte sich bei dem alten herrn bedanken, irgendwas sagen, doch kein Wort kam ihr über die Lippen. Nur ein Schluchzen brach aus ihr herraus.
„Wie heißt du? Sag mir deinen Namen.“ Ihren Namen. Nachdem hatte schon eine Ewigkeit Niemand mehr gefragt. Ein Name gab dir eine Identität und die brauchtst du auf der Straße nicht. „ Na komm erst mal. Du muss von den Gleisen weg. Hier nimm meine Hand.“ Er streckte ihr seine Hand entgegen und sie umklammerte sie, wie eine ertrinkende. Ihr tat alles weh, aber bei der Berührung viel ein wenig von ihrer Angst und dem Schock und sie verstand, dass sie in Sicherheit war, dass sich diese Hand nie da sein wird um sie zu schlagen, sondern um sie aufzufangen.
Sie gingen ein ganzes Stück die Straße entlang ohne irgendwas zu sagen. Der Mann stützte sie immer noch, indem er ihre Hand hielt. Er ließ ihr Zeit um zu verschnaufen als der Zug hinter ihnen ratternd über die schienen fuhr, war es so als nehme er ihre Vergangenheit mit und sie sagte: „ Sarah. Ich heiße Sarah.“
Der Mann ging unbeirrt weiter. „Ich bin Peter Burns. Nett dich kennen lernen zu dürfen.“ Er drückte ihre Hand und damit hatte er genau das Richtige gemacht.

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Das wäre jetzt der erste Teil meiner Fortsetzung. Habe auch noch Ideen für weitere Teile.
Bitte um Kritik und Rückmeldungen ^^

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Sternenglanz

33, Weiblich

Beiträge: 140

Re: Andrea

von Sternenglanz am 27.04.2011 11:31

Eine gelungene Fortsetzung Giddy *_* gefällt mir gut *gg* wenn du die ware fortsetzung kennen würdest o.O wäre total anders, aber doch ähnlich. Aber ein starker Typ :) solche Leute sollte es im Reallife auch geben... :( naja :) freu mich auf ne fortsetzung wenn da noch was kommt ^^ vlt. poste ich irgendwann auchmal die ursprüngliuch gedachte fortsetzugn vonr mir.

Super liebe grüße sternchen

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